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SCHULPROGRAMM
DER PAULISCHULE
Paulischule Soest
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1. Präambel
2. Die PAULISCHULE stellt sich vor
2.1 Allgemeine Informationen
2.2 Ganztagsunterricht
2.3 Der Förderverein
3. Leitgedanken der pädagogischen Arbeit
4. Erziehungsarbeit
5. Unterricht
6. Schwerpunkte
6.1 Integrative Lerngruppen (GU)
6.2 Förderklasse
6.3 Trainingsraumkonzept
6.4 Medienpädagogisches Konzept
6.4.1 Computerkompetenz
6.4.2 Leseförderung
6.4.3 Zeitungsprojekt
6.5 Berufswahlorientierung
6.6 Schulsozialarbeit
6.7 Streitschlichtung
6.8 Schülervertretung
6.9 Fachbereich Sport
6.9.1 Sport-AG   
6.9.2 Mädchen-Fußball-AG  
7.0 Fachbereich Musik
7.0.1 Schülerband
7.02 Wahlpflicht Musik
7.1 Schulgottesdienste
7.2 Stadtteilarbeit
7.3 Lions-Quest-Programm
7.4 Projekttage/Projektwochen
7.5 Verkehrs- und Mobilitätserziehung (Mofakurs)    
7.6 Rund ums Fahrrad
7.7 Kfz-Mechanik und Technik
7.8 Sonstiges
8. Zukunftsperspektiven

Anmerkung:

Zur Erleichterung des Lesens (Übersichtlichkeit) wurde für die Begriffe „Lehrer/in“, „Schüler/in“ und Ähnliches jeweils die männliche Form gewählt. Wir bitten dafür um Verständnis.

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1. Präambel

Wie in der Bildungs- und Erziehungsarbeit aller Gemeinschaftshauptschulen des Landes Nordrhein-Westfalen werden auch in der PAULISCHULE die Schüler im Geiste der christlichen Bildungs- und Kulturwerte erzogen.

Allem voran stehen als Ziele der Erziehung die Gleichheit vor dem Gesetz (Grundgesetz, Art. 3) und „Ehrfurcht vor Gott, Achtung vor der Würde des Menschen und die Bereitschaft zum sozialen Handeln“ (Landesverfassung, Art. 7). Jeder Schüler hat Anspruch auf eine derartige Erziehung und Bildung.

Die Schüler wachsen heute in einer Welt auf, die gegenüber früheren Zeiten geprägt ist von zunehmend beschleunigten Veränderungen. Der Mensch sieht sich neuen Bedrohungen und Herausforderungen gegenüber, die er selbst geschaffen hat. Nicht nur die Welt der Technik erlebte in den vergangenen Jahrzehnten atemberaubende Neuerungen. Werte und Normen haben sich gleichermaßen stark verändert. Die PAULISCHULE wird heute auch von vielen Schülern besucht, die nicht christlichen Religionen angehören oder ohne Bekenntnis sind.

Trotz allen Wandels sind die Erziehungsziele und Werte, die die Landesverfassung ausweist, weiterhin die Grundlage des gesamten Schullebens.

Das bedeutet insbesondere: 

-     Achtung vor dem Menschen – unabhängig von Herkunft, Rasse, Kultur und Religion. 

-     Erziehung zu Toleranz, Anteilnahme, Hilfsbereitschaft, Rücksichtnahme und Achtung allem Lebendigen gegenüber. 

-     Entwicklung zur Bereitschaft, Kompromisse herbeizuführen und Konflikte gewaltfrei zu lösen.

  „Türen öffnen“

 

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2. Die PAULISCHULE stellt sich vor

2.1 Allgemeine Informationen

Die PAULISCHULE als Gemeinschaftshauptschule der Stadt Soest entwickelte sich aus der evangelischen Volksschule, die am 16. April 1953 gegründet wurde. Die Errichtung einer weiteren Volksschule in Soest war notwendig geworden, da zahlreiche Vertriebene und Flüchtlinge des 2. Weltkrieges zugezogen waren. Sie kamen aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten, vorwiegend aus Schlesien.

Am 2. Juni 1953 begann an dieser neuen Schule im Soester Süden der Unterricht mit 500 Schülern. Zwölf Lehrer unterrichteten sie in zwölf Klassen.

1960 erhielt die Schule eine Zweifeld-Turnhalle, die „Georg-Dülberg-Halle“. Damals nutzte man sie auch als Festsaal. Schon bald (1967) wurde die Errichtung eines Erweiterungsbaues mit drei Klassen- und zwei Fachräumen notwendig.

Durch die Neugliederung des Schulwesens in NRW entwickelten sich aus den ehemaligen Volksschulen 1968 die Grund- und Hauptschulen. Somit entstand aus der evangelischen Volksschule die heutige Gemeinschaftshauptschule. Ihren Namen behielt sie nach der evangelischen PAULI-Kirche bei.

In den neunziger Jahren wurden zahlreiche Aussiedlerkinder aufgenommen. Dieses erforderte, einen weiteren Gebäudeteil zu errichten. Seine Fertigstellung erfolgte bis 1995. Heute sind hier vier Klassen- und zwei Fachräume untergebracht.

2003 feierte die Schule das 50-jährige Schuljubiläum.

Im Schuljahr 2007/2008 wird die PAULI-SCHULE zur erweiterten Ganztagshauptschule. Die Umstellung erfolgt sukzessive.

 Am 3. September 2008 wurde der erste Spatenstich für den Neubau des Forums gesetzt. Feierlich wurde der schöne Neubau am 26. Juni 2009 eröffnet. Dieses Gebäude bietet den notwendigen Raum für unsere Ganztagsschule, damit 6 Klassen gleichzeitig mittagessen können. Darüber hinaus wird er für Theatervorstellungen, Abschlussfeiern, aber auch für das Schreiben von verschiedenen Arbeiten und Prüfungen genutzt.

 

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Im Schuljahr 2011/2012 stellt sich unsere Schule wie folgt dar:

 Schulform:            erweiterte Ganztagshauptschule

 Schulträger:         Stadt Soest

 Schülerzahl:         301 SuS (Mädchen: 133/Jungen: 168)

                              Ausländer: 67

                               Aussiedler: 29

                               Migrationshintergrund: 176

                                Religionen: Ev.: 83

                                        Kath.: 132   

                                         Islam: 41

                                        Andere: 16

                                Ohne: 29

 

 Klassen:                  5. - 9. Jg: jeweils 2-zügig

                                 1 0. Jg: 4-zügig

                                1 Förderklasse

 

  Schulpersonal:        27 Lehrerinnen und Lehrer einschließlich des

                                Schulleiters und seines Stellvertreters

                                 4 Sonderschullehrer für den Gemeinsamen Unterricht 

                                 3 Lehramtsanwärter (Referendare)

                                 1 Schulsozialarbeiter

                                 1 Schulsekretärin

                                 1 Hausmeister

                                 18 Honorarkräfte

 

  Raumangebot:       15 Klassenräume

                                1 Sekretariat

                                1 Büro/Schulleiter

                                1 Büro/stellvertretender Schulleiter

                                1 Lehrerzimmer

                                1 Lehrerbücherei

                                2 Medienräume

                                1 SV-Raum

                                1 Besprechungsraum

                                1 Leseraum 

                             

Fachräume:            3 Werkräume

                              1 Küche

                              1 Speiseraum

                              1 Physikraum

                              1 Chemieraum

                             2 Computerräume

                              1 Kunst-/Textilraum

                              1 Musikraum  

                      

Sporthalle:        Georg-Dülberg-Halle, Zweifeld-Turnhalle

                        

Schulhof:              Geteert mit Spielmöglichkeiten für:

- Basketball

- Tischtennis

- Torwand

Große Rasenfläche mit transportablen Fußballtoren

Sitzecken/Ruhezonen/Pausenhalle

 

Forum:                   - Essenraum

                              - Bühne für Auftritte

                              - Berufsorientierungsbüro

                              - Computerräume für Schüler (Bewerbungsschreiben)

                              - Schreiben von Arbeiten

                              - Schreiben der Lernstandserhebung

                              - Schreiben der zentralen Abschlussprüfung 

  

Die PAULISCHULE zählt zu den weiterführenden Schulen für die Sekundarstufe I, das heißt, sie umfasst die Klassen 5 bis 10, sowie eine Förderklasse.

Der Unterrichtsstoff in den Jahrgangsstufen 5 und 6 (Erprobungsstufe) schließt sich unmittelbar an die fachliche und  erzieherische Arbeit der Grundschulen im Einzugsbereich an. Um den „Einstieg“ in die neue Schulform (Hauptschule) zu erleichtern, werden die Klassen der Erprobungsstufe von kleinen Lehrerteams betreut, wobei die Klassenlehrer über die Hälfte des Unterrichts in ihren Klassen erteilen.

Ab dem 7. Schuljahr kann der Unterricht in den Fächern Englisch und Mathematik differenziert in Grund- (G) und Erweiterungskursen (E) erteilt werden. Außerdem kommen ab dieser Jahrgangsstufe neue Fächer hinzu, wie Technik, Hauswirtschaft, Wirtschaftslehre und Informatik. Der nun ebenfalls angebotene Wahlpflichtunterricht berücksichtigt in der Themenvielfalt die Interessen und Neigungen der Schüler. Auch werden zahlreiche berufsorientierende Maßnahmen (BOM) in Verbindung mit außerschulischen Institutionen durchgeführt.
Die zentralen Lernstandserhebungen  im 8. Schuljahr in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik geben Auskunft über den derzeitigen Leistungsstand der Schüler.

Schwerpunkte der Schulausbildung ist die Berufsvorbereitung , auf die in einem eigenen Kapitel eingegangen werden soll.

Seit dem Schuljahr 2006/2007 gibt es am Ende der Jahrgangsstufe 10 zentrale Leistungsüberprüfungen.

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Abschlüsse der Hauptschule - keine Einbahnstraße -

Hauptschulabschluss nach Klasse 9

Die Zensuren entscheiden über den Besuch der Klasse 10 Typ A oder B.

 

Klasse 10 Typ A: Sekundarabschluss I

Hauptschulabschluss nach Klasse 10

 

Klasse 10 Typ B: Sekundarabschluss I

Mittlerer Bildungsabschluss (früher: Fachoberschulreife)

 

Klasse 10 Typ B: Sekundarabschluss I mit Qualifikation

Berechtigung zum Besuch der gymnasialen Oberstufe

 

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2.2. Die Gestaltung des Ganztagsunterrichts

Vormittag

Der Unterricht beginnt um 755 Uhr, so dass uns auch Schüler aus der Soester Umgebung und Nachbargemeinden bequem mit dem Bus erreichen können.

Der Vormittag gestaltet sich bei uns ähnlich wie an einer Schule mit Halbtagsbetrieb. In den ersten fünf Stunden werden Fächer wie Deutsch, Mathematik, Englisch, Sport, Physik, Chemie, Biologie, Kunst, Musik, Textilgestaltung, Erdkunde, Religionslehre bzw. Ethik, Geschichte/Politik sowie Arbeitslehre Wirtschaft, Technik und Hauswirtschaft unterrichtet.

Nachmittag

Zum Ganztagsunterricht gehört auch ein gemeinsames Mittagessen, das in unserem modernen Forum in der Mittagspause eingenommen wird. Täglich werden hier bis zu 160 Essen ausgegeben – ein Zeichen dafür, dass es allen schmeckt und Spaß macht, hier mit Freunden zusammen zu sein. Das Essen wird vom Mariengarten geliefert, wobei unsere Schüler täglich zwischen zwei leckeren Menüs auswählen dürfen.

Den aktuellen Menüplan können Sie auf unserer Homepage unter „Aktuelles“ einsehen.

Nach dem Mittagessen stehen den Schülern verschiedene Freizeitangebote zur Verfügung, die sie frei wählen können, unter anderem:

-          verschiedene Sportangebote in der Turnhalle

-          Spielmöglichkeiten im Spieleraum und auf dem Schulhof

-          Schmökern im Leseraum

-          Aufenthalt im Computerraum oder

-          im Forum

In der anschließenden Arbeitsstunde erledigen die Schüler von 1330 bis 1430 Uhr ihre Schulaufgaben, so dass nach Schulschluss auch wirklich Schulschluss ist und der Nachmittag frei von Hausaufgaben bleibt,

somit werden Hausaufgaben dann zu Schulaufgaben“.

In den Arbeitsstunden unterstützen Lehrer die Schüler bei der Erledigung ihrer Aufgaben und kontrollieren diese. Darüber hinaus erfahren die Schüler hier eine individuelle Förderung.

Nach den Arbeitsstunden finden viele verschiedene Kurse und Arbeitsgemeinschaften in Kleingruppen statt, wie z.B. Fahrsicherheitstraining, KFZ- Technik, Fußball AGs, Schülerband, Theater & Schauspiel und vieles mehr.

Für die Unterrichtsentwicklung an der Paulischule steht nicht eine Unterrichtsentwicklung im traditionellen Sinne im Vordergrund, sondern eher die Veränderung der Lernkultur. Wenn man diese erweitern oder ändern will, muss sich mehr als Unterricht verändern. Hierbei ist vorrangig an folgende Punkte gedacht:

-          deutliche Schülerorientierung

-          Methodentraining

-          fachliches und überfachliches Lernen

-          Öffnung von Lernsituationen und Schule

-          Kooperation mit außerschulischen Partnern

-          Einbeziehung der Elternarbeit

-          erweiterte Lehr- und Lernformen

-          Training der Selbstlernfähigkeit

-          Übertragung von Verantwortlichkeiten

-          Trainingsraumkonzept   

In der Paulischule ist in einigen Bereichen eine Veränderung der Rhythmisierung der Lern- und Arbeitszeiten sowohl durch Pauseneinteilung, Zeiteinheiten für Unterricht, Länge der Einzelstunden als auch Blockbildung durchgeführt worden. Ebenso wurden folgende Bereiche erweitert:

-          Sport-, Musik-, und Freizeitangebote

-          WP-Angebote

-          Förderangebote im Bereich von Entwicklung fachlicher Kompetenzen
     (Sprachförderprogramme, Lese- und Rechtschreibprogramme)

-          Förderangebote im Bereich der Persönlichkeitsentwicklung (Deeskalationstraining,
     Streitschlichtung, Mädchenstärkung)

 

Als weitere Unterstützungsangebote bietet die PAULISCHULE:

-          Hilfe bei den Schulaufgaben

-          Förderunterricht, wenn Ihr Kind
           
einmal etwas nicht ganz verstanden hat

-     Lese-Rechtschreib-Training

-          ein systematisches Training zum
     konfliktfreien Umgang miteinander

-          -  Schwimmunterricht in den Klassen
         5 / 6
und 9

-          -   Training von Methoden, wie man am
          besten lernt - Stärkung der Person im
          Unterricht „Soziales
  Lernen“

 

Darüber hinaus nimmt die PAULISCHULE am Projekt „Komm mit – Fördern statt Sitzenbleiben“ der Bezirksregierung Arnsberg teil.

 

2.3 Die Fördergemeinschaft - Der Förderverein

Am 22.10.1979 wurde die Fördergemeinschaft der PAULI-Hauptschule gegründet. Ziel dieser Gemeinschaft ist die finanzielle Förderung von

    -     Gemeinschaftsveranstaltungen, z.B. Dichterlesungen, Theaterbesuche,

    -     Zuschüsse zu Klassenfahrten und Wanderungen, um allen Kindern die Teilnahme
           zu ermöglichen,

    -     Anschaffungen von Pausen-Spielen, Büchern und sonstigen Einrichtungs-

gegenständen, die nicht durch den Schulträger getätigt werden können,

    -     Unterstützung von Projekttagen,

    -     Unterstützung des Medienkonzeptes

Ab dem Schuljahr 2005/2006 gab es eine Umwandlung der Fördergemeinschaft in einen Förderverein.

Die Fördergemeinschaft finanziert sich durch Spenden der Eltern, der Schüler, des Kollegiums, Firmen und anderer der PAULISCHULE verbundenen Sponsoren.

Die Schulpflegschaft wählt den Vorstand der Fördergemeinschaft.

Fördergemeinschaft, Schule und Elternschaft arbeiten bisher sehr erfolgreich und harmonisch zusammen.

Fördergemeinschaft, Schule und Elternschaft arbeiten bisher sehr erfolgreich und harmonisch zusammen.

 

 

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3. Leitgedanken der pädagogischen Arbeit

Soziales Lernen und Integration sind Schwerpunkte der schulischen Arbeit

 Soziales Lernen vollzieht sich erfolgreich bei der Bildung einer harmonischen Klassengemeinschaft. Dieser Prozess ist gelungen, wenn die Schüler sich mit Respekt und Toleranz begegnen - ungeachtet anderer Religionen, Kulturen, Sprachen, Meinungen und verschiedenen Lernverhaltens. Dabei wird von allen, die daran beteiligt sind, ein höflicher und freundlicher Umgangston eingeübt und gepflegt.

Im Unterricht dienen Partner- und Gruppenarbeit dazu, soziale Umgangsformen einzuüben. Die Schüler sollen lernen, Kritik als Hilfestellung anzunehmen, und zu positivem Sozialverhalten ermutigt werden. Außerunterrichtliche Veranstaltungen stärken zusätzlich die Klassengemeinschaft.

Wichtigste Voraussetzung für die Integration von Kindern anderer Kulturen ist es, die deutsche Sprache zu erlernen. An unserer Schule werden diese Schüler deshalb in einer Förderklasse unterrichtet, auf die in einem gesonderten Kapitel näher eingegangen wird, da der Gebrauch der deutschen Sprache die Grundlage für eine erfolgreiche Schularbeit und Eingliederung in unsere Gesellschaft bildet.

Die Lehrer unserer Schule verstehen sich als verlässliche Partner und Vorbilder, vor allem dann, wenn sie Klassenlehrer sind. Diese begleiten ihre Schüler von der 5. bis zur 10. Klasse. Dadurch ist eine vertrauensvolle Zusammenarbeit möglich. Der Lehrer ist die Schlüsselfigur des Unterrichts, indem er ihn leitet. Dennoch berücksichtigt er konstruktive Kritik, die Schüler hinsichtlich Methoden, Zielen und Inhalten äußern.

Wichtige Bestandteile der pädagogischen Arbeit sind außerdem regelmäßige Gruppen- und Einzelgespräche. Hierdurch können einzelne Schüler individuell betreut werden.

Lehrpersonen und Schülerschaft haben ein beiderseitig offenes Verhältnis zueinander.

Schüler und Lehrer begegnen einander mit gegenseitigem Respekt. Im Umgang miteinander bleibt die Privatsphäre beider Seiten gewahrt. Die Schüler können sicher sein, dass vertrauliche Informationen angemessen behandelt und Leistungskriterien offen gelegt werden.

 

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4. Erziehungsarbeit an der PAULISCHULE

Erziehung ist neben der Vermittlung von Wissen der zentrale Bestandteil des Schullebens. Sie findet in jeder Begegnung von Lehrern und Schülern statt.

Die Lehrer reagieren besonders auf verbale und/oder körperliche Gewalt, Rücksichtslosigkeit, Ausgrenzung, Intoleranz, missbräuchlichen Umgang mit fremdem und eigenem Eigentum, Vertrauensmissbrauch und Unwahrheit.

Pädagogische Entscheidungen haben Vorrang vor organisatorischen. Auch bei der Gestaltung der Stundentafel liegt dieses Prinzip zugrunde.

Verantwortliches Handeln für sich und andere, Teamfähigkeit, Konfliktfähigkeit, Achtung vor dem anderen und Akzeptanz des Andersseins bilden das Erziehungsfundament an der PAULISCHULE.

Die Lehrer sind sich bewusst, dafür Vorbilder sein zu müssen. 

  • Das Einüben von Strategien zur Konfliktlösung, -bewältigung, -abwendung findet im Rahmen des Klassen- und Fachunterrichts ebenso statt, wie in dem Einsatz des Streitschlichtungsprogramms.
  • In Partner-, Gruppenarbeit und projektorientiertem Unterricht entwickeln sich Gemeinschaftsgeist und Verantwortungsbewusstsein.
  • Durch Einforderung von Konsequenzen bei Fehlverhalten werden Konflikte aufgearbeitet, und das Rechtsbewusstsein wird gefördert.

Die Vorgehensweise bei Regelverstößen wird in dem Kapitel “Trainingsraum-Konzept“ erörtert.

In der Erprobungsstufe und soweit möglich auch weiterhin werden die Schüler eines Jahrgangs von einem festen (begleitenden) Team unterrichtet. Das garantiert eine gemeinsame Erziehungsarbeit, Kontinuität und Sicherheit (Stabilität) für alle. Für die Lehrer ist es die Grundlage einer effektiven erzieherischen Tätigkeit. Eine feste zusätzliche Stunde ist in der Stundentafel für soziales Lernen eingeplant.

Um erfolgreich pädagogisch arbeiten zu können, wird auf die Klassenstärke und Schülerzusammensetzung (Zuweisung in eine Klasse) geachtet. Besondere Bedeutung erhält die Aufnahme von Schülern in die Jahrgangsstufe 5. Um den Übergang in die Sekundarstufe I individuell auszurichten, wird ein vorbereitender Kontakt zu den abgebenden Grundschulen gesucht.

Innerhalb der Klassengemeinschaft wird ein Klima des Vertrauens unterstützt, das sich auf das Verhältnis der Klassenlehrer zu den Schülern und das der Schüler untereinander bezieht.  

  • Durch die Übernahme von Verantwortung für den Raum und seine Ausstattung (u.a. Klassendienst), aber auch durch gemeinsames Gestalten des Schulalltags wird Gemeinschaftsgeist geschaffen.
  • Die gegenseitige Achtung wird durch die Würdigung der Arbeiten von Schülern gefördert.
  • Das Erlernen von „Arbeitsruhe“ in bestimmten Unterrichtsphasen ist ein wichtiger Bestandteil der Erziehung zur Rücksichtnahme und Konzentration. Hier kann es erforderlich sein, Schüler vorübergehend von der Gruppenarbeit auszuschließen oder die Sitzordnung zu ändern.

Durch die Erziehungsarbeit der PAULISCHULE lernen und üben die Schüler zwischenmenschliche Umgangsformen. 

  • Schüler werden auf ihren Umgangston in Bezug auf Lehrer und Mitschüler hingewiesen und gegebenenfalls belehrt.

  • Sie lernen eine passende Ansprache bei Begrüßung, Entschuldigung, Bitte etc.

  •  Das Einüben von Ritualen hilft den Schülern, den Schulalltag zu „meistern“ und Sicherheit im eigenen Verhalten und im Umgang mit Mitmenschen zu gewinnen.

  

Das Arbeitsverhaltender Schüler wird durch klare erzieherische Maßnahmen gefördert. 

  • Das notwendige Material für den Unterricht stellt eine Voraussetzung für die ausreichende Mitarbeit der Schüler dar. Die Lehrer fordern die Anschaffung der Materialien ein und berufen sich auf die Verantwortung der Eltern.

  • Die Lehrer legen Wert darauf, dass erklärte Arbeitsanweisungen von allen Schülern einer Lerngruppe befolgt werden.

  • Zu den Arbeitsregeln zählt auch die häusliche Vorbereitung auf den Unterricht, die bei mehrfachem Versäumnis durch Nacharbeiten ausgeglichen werden kann. Eine Benachrichtigung der Eltern unterstützt diese Maßnahme.

  • Zielgerichtetes, effektives Arbeiten setzt das Erlernen von Ordnungsprinzipien voraus, die sich auf die Erstellung schriftlicher und mündlicher Leistungen beziehen.

Lehrer der PAULISCHULE sehen es als eine wichtige Grundlage ihrer pädagogischen Arbeit an, Schüler zu Leistungen zu motivieren. 

  • Individuelle Fortschritte und Erfolge werden anerkannt.
  • Die Einsatzbereitschaft der Schüler in allen schulischen Bereichen wird unterstützt und gelobt.
  • Positive Fähigkeiten und Interessen finden Beachtung und Verstärkung.
  • Durch besondere Fördermaßnahmen wird versucht, Lern- und Verhaltensschwierigkeiten zu begegnen und aufzuarbeiten.
 

 

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5. Unterricht an der PAULISCHULE

Die in den Richtlinien und Lehrplänen für die Hauptschule in NRW genannten Prinzipien des Lehrens und Lernens sind für den Unterricht maßgebend. Am Gelingen von Unterricht sind Lehrer und Schüler gleichermaßen beteiligt.

Die Schüler der PAULISCHULE werden in den jeweiligen Jahrgängen durchgängig von möglichst kleinen Pädagogen-Teams unterrichtet. Das Klassenlehrerprinzip ist dabei gültig.

Eine gemeinsame Konzeption des Unterrichts (Inhalte und Methoden) trägt die Teamarbeit. Soweit möglich bereiten die Teams die Themen fächerübergreifend auf.

 Jahrgangsstufenbezogene Absprachen gewährleisten paralleles Arbeiten. Diese Vereinbarungen beziehen sich verstärkt auf Unterrichtsinhalte, -methoden und Leistungsbeurteilungen. Lehrer sollen nach Möglichkeit nicht mit einzelnen Unterrichtsstunden in der 5./6. Stunde eingesetzt werden. Angestrebt wird praktischer Unterricht beim Klassen- oder Teamlehrer.

 Die Klassenlehrer sind mit vielen Stunden in der eigenen Klasse eingesetzt.

Spezielle Klassenbelange und -probleme werden vorzugsweise bei den Klassenlehrern erörtert. Durch die geringe Anzahl der Bezugspersonen erhalten die Schüler größere Sicherheit in einer positiven Lernatmosphäre.

 In der Orientierungsstufe wird einmal wöchentlich eine Stunde ein soziales Kompetenztraining von einer externen Sozialarbeiterin, in Zusammenarbeit mit der Klassenleitung, durchgeführt.

 Vor allem im projektorientierten Unterricht wie auch im AG- oder WP-Bereich werden Schüler-Vorschläge und besondere Interessenslagen mit einbezogen. Anregungen aus der Schülervertretung werden berücksichtigt.

 Die Erstellung von Stoffverteilungsplänen und deren Präsentation erfolgen in den jeweiligen Jahrgangsteams. Die Beschlüsse der Fachkonferenzen werden dabei beachtet.

 Kleingruppen werden gebildet, wenn es die organisatorischen und personellen Vorgaben erlauben. Der einzelne Schüler kann so stärker gefördert, angesprochen und/oder unterstützt werden. Eine Doppelbelegung in einzelnen Stunden erlaubt schon vorhandene oder neue Defizite in den Fächern aufzuarbeiten.

Schüler im Gemeinsamen Unterricht werden zusätzlich durch eine sonderpädagogische Lehrkraft unterstützt.

 An der PAULISCHULE findet insbesondere das Unterrichtsprinzip der Handlungsorientierung Berücksichtigung mit dem Ziel, eigenverantwortliches Handeln zu lernen.

 Ein sozial verantwortungsbewusster Klassenverband verringert Lernhemmnisse. Deshalb werden an der PAULISCHULE Maßnahmen durchgeführt, die den Teamgeist in den Lerngruppen stärken (Aufarbeitung von Konflikten, Aufstellung von Klassenregeln, Anregungen aus dem LIONS-Quest-Programm).

 Methoden, die angstfreies Lernen unterstützen und das Vertrauen in das eigene Können fördern, tragen zur Leistungsmotivation bei (u.a. differenzierte Aufgabenstellung, Partner-/Gruppenarbeit, offene Unterrichtsformen).

 Während eines festgelegten Zeitraums im Schuljahr werden in der PAULISCHULE wichtige, die Gemeinschaft oder die Gesellschaft betreffende Themen verstärkt im Unterricht behandelt. Hierdurch soll das Problembewusstsein und die Verantwortungsbereitschaft der Schüler geweckt werden. So unterstützt die Schülerschaft schon seit Jahren durch Aktivitäten in der Adventszeit Projekte der Soester Jürgen-Wahn-Stiftung, Sauberes Soest und Schüler helfen Schülern.

 Individuelle Lernstörungen werden aufgegriffen und thematisiert: Das Lehrer-Team stellt unter Einbeziehung der Erziehungsberechtigten in Verbindung mit der Schulleitung und gegebenenfalls mit dem Schulsozialarbeiter Lösungswege zusammen und versucht, die Störung zu beheben.

 Die Einbeziehung der Eltern in das Schulleben wird angestrebt durch Aktivitäten innerhalb eines Klassenverbandes, der Jahrgangsstufe und der Schulgemeinschaft.

Die Lehrer tragen durch fachlichen Austausch und die Bereitschaft zu Fortbildungsmaßnahmen dazu bei, die Unterrichtssituation an der PAULISCHULE positiv zu gestalten.

 Außerunterrichtliche Maßnahmen (u.a. Integrationshilfen) und die Zusammenarbeit mit anderen Institutionen ergänzen die schulische Unterrichtsarbeit. Außerschulische Partner unterstützen die Präventivmaßnahmen der Schule, wie z. B. im Rahmen der Verkehrserziehung die Kreispolizeibehörde oder hinsichtlich der Aids-Prävention das Kreisgesundheitsamt.

 

 

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6. Schwerpunkte der pädagogischen Arbeit 

6.1 Integrative Lerngruppe (GU)

Die PAULISCHULE bietet seit dem Schuljahr 2005/06 die Beschulung von Schülern in Integrativen Lerngruppen im Rahmen des Gemeinsamen Unterrichts mit Regelschülern und Schülern mit besonderem Förderbedarf an. Integration ist eine der Leitideen der PAULISCHULE, die sich nicht nur in der Arbeit mit einem hohen Anteil von Schülern mit Migrationshintergrund, sondern auch in der Führung einer multinationalen Auffangklasse (Förderklasse) zeigt. Der überwiegende Teil der Schüler mit Förderbedarf, die an der PAULISCHULE beschult werden, haben den  Förderschwerpunkt Lernen, aber auch Schüler mit dem Förderschwer­punkt Emotionale und soziale Entwicklung besuchen die PAULISCHULE.

Ein Ziel von Integration ist das Erlernen von gegenseitiger Akzeptanz, die die Basis des sozialen Miteinanders darstellt. Alle Schüler kommen mit unterschiedlichen Voraussetzungen, Erwartungen, Ängsten und Motivationshaltungen zur Schule. Jeder hat für sich ein individuelles Modell von Welt. In Integrativen Lerngruppen haben diese Modelle eine große Spannweite. Das bedeutet, dass der Unterricht schülerzentriert ausgerichtet sein sollte, um den Schülern mit ihren unterschiedlichen Bedürfnissen gerecht werden zu können. Insbesondere Förderschüler benötigen Orientierung, Akzeptanz, Halt und emotionale Sicherheit. Sie sind häufig abhängig von einem positiven Lernklima, das Offenheit und Anderssein erlauben sollte. Vordergründiges Leitziel dabei ist: So viel Gemeinsamkeit wie möglich - so viel individuelle Förderung wie nötig.

Bedeutsam sollen dabei möglichst gemeinsame Lernerfahrungen am gleichen Unterrichtsgegenstand, jedoch mit unterschiedlichen Lernzielen und Lern­ergebnissen sein. Die Regelschüler profitieren im sozialen Lernen. Dazu zählen Fähigkeiten wie Hilfsbereitschaft, Verständnis, Toleranz, Perspektivübernahme und Empathie. Es gibt auch Unterrichtsphasen, in denen die Integrationsschüler einzeln oder in Kleingruppen unterrichtet werden, weil der momentane Unterrichtsstoff der Klasse nicht ihrem Leistungsvermögen entspricht.

Wenn ein Kind mit besonderem Förderbedarf in die PAULISCHULE  aufgenommen wird, handelt es sich auf jeden Fall (gemäß AO- SF §37(4)) um eine Änderung des Förderortes. Voraussetzung für die Entscheidung der Schulaufsicht für die Aufnahme ist, dass die Eltern einen Antrag auf Teilnahme am Gemeinsamen Unterricht gestellt haben. Zudem hat die abgebende Grund- oder Förderschule in ihrer jährlichen Überprüfung festgestellt, dass der Förderbedarf auch in der Sekundarstufe weiterhin besteht.

Nach §19 Abs.2 SchulG muss auch der Schulträger der Aufnahme zustimmen, sodass die besonderen Bedingungen des Förderortes (der PAULISCHULE) bei der Entscheidung mit berücksichtigt werden.

Letztendlich entscheidet der Schulleiter nach Prüfung der rechtlichen, personellen und räumlichen  Voraussetzungen und der Prüfung der Möglichkeiten der Förderung über die Aufnahme eines Schülers. Der Unterricht in den Integrativen Lerngruppen ist so organisiert, dass der Förderschullehrer in der Regel wöchentlich für zwei Unterrichtsstunden je Förderschüler den Regelschullehrer ergänzend unterstützt (BASS 13-41 Nr. 3).

Vor der Aufnahme eines Förderschülers wird nach Absprache, möglichst eine  geeignete Lerngruppe ausgewählt, damit für den aufzunehmenden Schüler mit Förderbedarf eine optimale Lernumgebung gegeben ist. Die Klassenlehrer werden von der Schulleitung über die Besonderheiten der Schüler mit Förderbedarf informiert. 

In besonderen Einzelfällen kann eine Aufnahme bei pädagogischer Notwendigkeit auch im laufenden Schuljahr stattfinden. Hierüber findet eine intensive Absprache zwischen den Schulleitungen beider beteiligter Schulen statt. Die Unterstützung durch einen  Förderschullehrer beläuft sich pro Schüler  auf zwei Schulstunden in der Woche. Die Implementierung der Stunden in die Stundentafel der Klasse erfolgt in Absprache zwischen dem Schulleiter, dem Klassenlehrer und dem Förderschullehrer. Nach Bedarf sind Stundenverschiebungen sinnvoll und auch kurzfristig zum Beispiel in akuten Krisen möglich. Die Schule stellt geeignete Räume zur Differenzierung zur Verfügung.

Das gesamte Konzept, das dem Gemeinsamen Unterricht in Integrativen Lerngruppen zu Grunde liegt, ist in der PAULISCHULE einsehbar.

  

6.2 Die Förderklasse an der Pauli-Hauptschule

Geschichte der Förderklasse an der Pauli-Hauptschule

Erstmals gab es 1987 an der Pauli-Hauptschule eine Förderklasse. Im Schuljahr 1994/95 war die Förderklasse eine reine Aussiedlerklasse. Die Kinder kamen aus Russland und aus Polen. Ende 1995 kamen die ersten Ausländerkinder aus Jugoslawien, der Türkei und Asien dazu. Bis 1997 waren im Schnitt ungefähr 10-15 Schüler in der Förderklasse.

Der Zustrom von Aussiedlern, aber auch Ausländern, nahm gegen Ende 1997 immer mehr zu, sodass 1998 die Schülerzahl auf über 20 Schüler stieg. Im Schuljahr 2001/02 wurde dann die Förderklasse geteilt und eine zweite Förderklasse gebildet.

Durch diese Förderklasse 2 erfolgte für die Schüler ein schrittweiser Übergang in die spätere Zielklasse. Bis zum Jahre 2006 hatte die Förderklasse 2 Bestand, wurde dann aber wegen der zu geringen Schülerzahl wieder aufgelöst. Seitdem waren bis zu diesem Schuljahr immer zwischen 10 und 15 Schüler in der Förderklasse. Erstmals in diesem Schuljahr stieg die Zahl wieder auf 20 an.

In dem jetzigen Schuljahr 2011/2012 gibt es keine Aussiedler mehr, sondern nur noch Ausländer. Die Kinder kommen aus Guinea, Polen, Russland, Bulgarien, Afghanistan, Vietnam, Portugal, Aserbaidschan, aus der Dominikanischen Republik, aus Libyen, aus Belgien und dem Iran.

Die sprachlichen Vorkenntnisse sind sehr unterschiedlich. So können einige Schüler schon etwas Deutsch sprechen, andere verstehen nur wenig oder auch gar nichts. Immer wieder kommen auch Schüler, die erst noch die lateinische Schrift erlernen müssen.

Die PAULI-HAUPTSCHULE ist die einzige Schule im Kreis Soest, die so eine Förderklasse hat.

 

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Der Unterricht in der Förderklasse

Der Unterricht in einer so heterogenen Gruppe gestaltet sich äußerst schwierig. Die Schüler sind zwischen 10 und 17 Jahre alt. Frontalunterricht ist nicht möglich, Gruppen- oder Einzelunterricht ist für Schüler mit etwa dem gleichen Sprachstand im Deutschunterricht die einzige Möglichkeit.

Daraus ergibt sich eine innere Differenzierung von zwei bis fünf Gruppen. Die Schüler arbeiten mit dem Lehrbuch „Deutschmobil 1“ oder auch „Deutschmobil 2“. Für Schüler die noch gar kein Deutsch können, gibt es Arbeitsblätter, die zunächst mit Wort- und Bildzuordnungen beginnen, um einen Grundwortschatz zu erarbeiten.

 

 Der Stundenplan in der Förderklasse

Die Schüler der Förderklasse haben 30 Wochenstunden. Davon sind 12 Stunden Deutsch, 6 Stunden Mathematik, 2 Stunden Physik/Chemie, 2 Stunden Biologie, 1 Stunde Erdkunde, 3 Stunden Englisch. 2 Stunden Sport und 2 Stunden Kunst/Textil. Der Fachunterricht in der Förderklasse versteht sich auch als Sprachunterricht. Zeitweise werden einzelne Schüler oder kleine Gruppen aus dem Deutsch- und Mathematikunterricht herausgenommen, um intensiver gefördert zu werden.

Einmal wöchentlich werden die Schüler im Physik/Chemieunterricht zusätzlich zur Lehrperson von Mitarbeitern des Landwirtschaftlichen Informationszentrums (LIZ) unterrichtet.

 

 Die Arbeit in der Förderklasse

Die Schüler und auch die Eltern sind meist sehr dankbar, dass die Integration in das deutsche Schulsystem so gut läuft.

Viele Schüler kommen sehr angespannt und mit Angst an ihrem ersten Tag in die Schule, aber es dauert dann meist nicht sehr lange, bis diese Anspannung von ihnen abfällt, weil sie merken, dass sie hier willkommen sind und man ihnen nur helfen will, die neue Verwurzelung zu schaffen.

Die Zusammenarbeit mit den Eltern ist in der Förderklasse sehr wichtig und wird auch von den Eltern dankbar angenommen. An Elternsprechtagen oder auch sonstigen Terminen sind die Eltern immer vollzählig da, oder aber sie entschuldigen sich, wenn sie nicht kommen können.

Die Motivation die deutsche Sprache zu lernen ist bei den meisten Schülern sehr hoch. Die Schüler gehen, wenn sie ein ausreichendes Hörverständnis haben und sprachliche Strukturen durchschauen und anwenden können, in eine Regelklasse. Die Verweildauer in der Förderklasse beträgt in der Regel ein bis eineinhalb Jahre. Die meisten Schüler sind nach Abschluss der Förderklasse, insbesondere im Fach Deutsch, noch nicht auf dem Stand ihrer Zielklasse.

Wenn die Schüler an der Pauli-Hauptschule verbleiben, wird dies von den Kollegen in den Regelklassen berücksichtigt. Darüber hinaus erhalten die Schüler hier, wenn es vom Stundenplan her möglich ist, weiterhin eine besondere Förderung in den Fächern Deutsch und Englisch.

 

Schullaufbahn nach der Förderklasse

Viele der Schüler, die in der Förderklasse anfangen und an der Pauli-Hauptschule bleiben, machen hier den 10B Abschluss. Aber auch die Schüler, die nach der Förderklasse zur Realschule oder zum Gymnasium wechseln, kommen in den meisten Fällen erfolgreich weiter.

Diese Schüler halten vielfach den Kontakt zur Schule aufrecht und berichten von ihrem Weiterkommen. Sie kommen auch immer wieder, wenn es ihnen möglich ist, gerne für eine Stunde in ihre “alte Förderklasse“. 

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6.3 Das Trainingsraumkonzept

Das Ziel unserer Schule ist es ein angenehmes Lernklima, in dem Lehrer und  Schüler  ein Recht auf Lehren und Lernen haben, zu schaffen. Um dies zu erreichen wird in unserer Schule das  Trainingsraumkonzept angewandt. Das bedeutet, dass Schüler, die die Schulregeln missachten und den Unterricht trotz Ermahnung des Lehrers nachhaltig stören, zum Schutz der Schüler die lernen wollen, in den Trainingsraum gehen und dort mit einem geschulten Mitarbeiter ihr Verhalten reflektieren. Nach einem intensiven Gespräch über ihr Verhalten und dessen Konsequenzen für den Unterricht erstellen die Schüler einen Plan darüber, wie sie ihr Verhalten ändern möchten.

Schüler, die zum wiederholten Male in den Trainingsraum geschickt werden, müssen mit Konsequenzen rechnen.

Nach dem 3. Besuch erhalten Sie einen Brief in dem Sie über das Verhalten Ihres Kindes informiert und gebeten werden erzieherisch darauf einzuwirken. Dem Schüler wird angekündigt, dass er möglicherweise eine gewisse Zeit in einer anderen Lerngruppe arbeiten muss. Außerdem wird er auf das bevorstehende Elterngespräch hingewiesen.

Nach dem 4. Trainingsraumbesuch werden Sie zum Gespräch in die Schule gebeten. Bis dahin wird ihr Kind vom Unterricht ausgeschlossen und einer anderen Lerngruppe zugewiesen.

Nach dem 5. Trainingsraumbesuch erfolgt eine Teilkonferenz, in der Ordnungsmaßnahmen beschlossen werden.

Sollten alle diese Maßnahmen das Verhalten Ihres Kindes nicht positiv beeinflussen, so wird nach dem 6. Trainingsraumbesuch eine weitere Teilkonferenz einberufen, die evtl. den  gänzlichen Ausschluss vom Unterricht beschließen kann.

Diese Maßnahmen wurden in der Lehrerkonferenz beschlossen und sind ab dem Schuljahr 2011/2012 gültig.

 

R E G E L N

1. Jeder Schüler hat das Recht, ungestört zu lernen.

2. Jeder Lehrer hat das Recht, ungestört zu unterrichten.

3. Alle müssen die Rechte der anderen respektieren.

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6.4 Medienpädagogisches Konzept 


6.4.1 Förderung einer umfassenden Computerkompetenz

Für die praktische Arbeit stehen in zwei Computerräumen untereinander vernetzte Rechner mit Internetzugang, Scanner, Drucker, Beamer sowie unterschiedlichste Software bereit. Für den mobilen Einsatz verfügt die Schule über weitere Beamer, Laptops und einen mobilen Medienwagen, in dem ein festinstallierter Laptop, Beamer, Boxen und ein DVD/Video-Gerät sind. Jede Klasse verfügt über einen Computer mit Internetanschluss und die Möglichkeit zu drucken.

Bereits ab Klasse 5 gehört der Computer an unserer Schule zum festen Bestandteil der eingesetzten Medien in allen Unterrichtsstufen. In verschiedenen Fächern wird er zu Recherchezwecken für den Unterricht oder für Projektarbeiten benutzt. Darüber hinaus wird der Computer in allen Jahrgangsstufen in den verschiedensten Fächern als Unterstützung eingesetzt.

In Mathematik, im Deutschunterricht und im Fremdsprachenunterricht werden mit Hilfe der neuen Medien vielfältige Möglichkeiten zur Erarbeitung und Übung unterschiedlichster Unterrichtsinhalte und Projekte genutzt. Einen Schwerpunkt stellen hier das sichere Beherrschen der Rechtschreibung sowie die interaktiven Übungen für die deutsche und englische Grammatik dar.

In den gesellschaftswissenschaftlichen und naturwissenschaftlichen Fächern lernen die Schüler schon früh die zahlreichen Möglichkeiten des Internets kennen, besonders als Medium zur Beschaffung aktuellster Informationen, aber ebenso die Gefahren, die von diesem Medium ausgehen. 

Interaktive Arbeitsblätter bieten eine abwechslungsreiche Möglichkeit den Computer in die Schularbeit zu integrieren. Der Klassencomputer gehört zu dem regelmäßig eingesetzten Medium.

Für den Unterricht in den Integrativen Lerngruppen (GU) stehen spezielle Programme zur Verfügung.

In Kleingruppen (halbe Klassengröße) nehmen alle Schüler in Klasse 7 an einem Computerkurs teil, in dem grundlegende Inhalte vermittelt werden, wie die Arbeit mit dem aktuellen Betriebssystem, einem Textverarbeitungs- und Tabellenkalkulationsprogramm. Dazu gehört auch der verantwortungsbewusste Umgang mit dem Internet.

In den Jahrgangsstufen 8 bis 10 werden die im “Grundkurs“ der 7. Klasse gewonnenen Kenntnisse im Wahlpflichtunterricht vertieft. Zusätzlich erlernen die Schüler das Erstellen von Präsentationen (PowerPoint) und erwerben Grundkenntnisse in digitaler Bildbearbeitung.

Im Rahmen der berufsorientierenden Maßnahmen lernen die Schüler, den Computer dafür zu nutzen, ihre eigenen Fähigkeiten (Stärken und Schwächen) zu entdecken und bestimmte Berufsfelder, Berufe und die zugehörigen Ausbildungsangebote zu erkunden.

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6.4.2 Leseförderung

Die Förderung der Lesekompetenz gehört, insbesondere nach den schlechten Ergebnissen der PISA-Studie und der Lernstandserhebungen, zu den wichtigsten Lernzielen der PAULISCHULE. Bei der Leseförderung geht es den Lehrern zunächst einmal darum, den Heranwachsenden, die häufig aus buch- beziehungsweise lesefernen Familien stammen, das Lesen attraktiv zu machen. Das Ziel der schulischen Arbeit besteht also unter anderem darin, das Leseinteresse und die Lesemotivation der Schüler anzuregen und zu fördern. Denn: wer nicht motiviert ist, setzt sich nicht gerne der Anstrengung des Lesens aus und versäumt somit auch die Schulung seiner Lesekompetenz. Folglich gelten die Lust am Lesen und das Interesse an Literatur als unabdingbare Voraussetzungen für die (Weiter-) Entwicklung der Lesefähigkeit.

Um die Schüler für das Lesen zu begeistern, braucht man in erster Linie eine anregende Leseumwelt. Der Klassenraum, der an das klassische schulische Lernen mit seinen Leistungsanforderungen und -bewertungen erinnert, ist nicht der richtige Ort dafür. Zudem ist es nur schwer möglich, selbstvergessen in die Welt des Buches einzutauchen, wenn man in aufrechter Haltung auf einem ungemütlichen Stuhl vorm Schreibtisch sitzt. Aus diesem Grund entsteht in der PAULISCHULE ein gemütlicher und kindgerechter Leseraum, in dem sich die  Schüler wohl fühlen und ein positives Verhältnis zum Medium Buch entwickeln können. Die Heranwachsenden sollen so die Lust am Lesen entdecken, dementsprechend häufig lesen und so wiederum ihre Lesekompetenz schulen.

Die Nutzung des Raumes, der neben einer Vielzahl an Kinder- und Jugendbüchern auch über einen Internetanschluss verfügt, kann sowohl im Rahmen der Lese- (Jg. 5 und 6) als auch der Deutschstunden erfolgen.

Darüber hinaus wird der Leseraum im Rahmen des Ganztages für die Mittagspause genutzt. Hier haben die SuS die Möglichkeit sich zurück zu ziehen, ein Buch zu lesen oder einfach nur ihre Pause in Ruhe zu genießen.

 

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6.4.3 Zeitungsprojekt

 Die neunten Jahrgänge der Paulischule nehmen regelmäßig an dem Projekt „Zeitungszeit“, das von der Landesregierung zusammen mit den Zeitungsverlagen in Nordrhein-Westfalen angeboten wird, teil.

Für jeweils drei Monate im ersten Schulhalbjahr erhalten die SuS kostenlos den Soester Anzeiger.  Zusätzlich erhalten sie  für jeweils zwei Wochen eine Boulevard-Zeitung. Im dritten Monat können die SuS die Zeitung, mit Zustimmung der Eltern, nach Hause geschickt bekommen.

Durch das Lesen der Zeitung wird  die ökonomische Bildung in der Schule sowie die Medien- und Lesekompetenz der SuS gefördert. Die Kinder lernen die Wirtschaftsregion des Kreises Soest näher kennen. Hierdurch können sie ein vertieftes Verständnis für die wirtschaftlichen Zusammenhänge des Kreises entwickeln und ihre erworbenen Kenntnisse zur beruflichen Orientierung nutzen. Des Weiteren sollen die SuS lernen die Herkunft und Objektivität von Informationen und die Wirksamkeit von Bildern zu hinterfragen und ein kritisches Bewusstsein im Umgang mit Informationsmedien entwickeln.

 

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6.5 Berufswahlorientierung

Berufswahlorientierende Maßnahmen begleiten die Schullaufbahn der Schüler an der PAULISCHULE. Die Schule leistet damit einen Beitrag zur Lebens- und Berufsplanung der Schüler und möchte bei ihnen Verantwortungsbereitschaft für sich und andere wecken.

Die Maßnahmen bieten Orientierungshilfen auf dem Weg in die Arbeitswelt und unterstützen zukunftsgerichtetes selbständiges Handeln. Sie beginnen gezielt in Klasse 8 mit zwei Projekttagen zur Lebens- und Berufsplanung. In der Jahrgangsstufe 7 findet bereits der “Girls Day“/ “Neue Wege für Jungs“ und “Komm auf Tour“ (BBZ) statt. In Zusammenarbeit mit Einrichtungen der Jugendhilfe (Treffpunkt Süd, AWO-Bewohnerzentrum, Drehscheibe) findet diese Projektarbeit in geschlechtsspezifischen Gruppen statt (siehe Themenordner zur Berufsvorbereitung). Folgende Maßnahmen gehören in den Jahrgängen 8, 9 und 10 zum Berufsvorbereitungsprogramm:

 Maßnahmen im Jahrgang 8

   -     außerschulische Tage in Zusammenarbeit mit der Jugendhilfe / Start in das
         BOM-Programm

   -    BIZ-Besuch/Arbeitsamt

   -    Berufsorientierungscamp/ “Zukunft fördern“

   -    BMWF – Modul (2 Wochen Werkstatt BBZ)

   -    “Girls Day“/ “Neue Wege für Jungs“

 

Maßnahmen im Jahrgang 9

   -     Vorbereitung auf das Betriebspraktikum durch die Deutsch- und Wirtschaftslehrelehrer

   -     Deeskalationstraining

   -     Durchführung / Begleitung des Praktikums

   -     Nachbereitung durch den Deutsch- und Wirtschaftslehrelehrer (u.a. Mappe)

   -     BOM Praktikumsreflexion (1 Tag)

   -     aktuelle Berufswahltipps/Bewerbungstipps durch Vertreter der Soester Wirtschaft
         (BDW)

   -     Bewerbungstraining (Arbeitsamt oder andere Institutionen und Berufswahl-
        
koordinatoren)

   -     Informationsbesuch und Beratung vom betreuenden Mitarbeiter des Ar-
          beitsamtes mit Unterstützung der Berufswahlkoordinatoren

 

 

Maßnahmen im Jahrgang 10

   -     Vorbereitung/Durchführung/Betreuung/Auswertung des 2. Praktikums 

   -     Betriebsbesichtigungstag nach Interessenslage (Klinikum)

   -     Kompetenzcheck im BBZ oder auswärtige Partner (Zukunft fördern/Modul3)

   -     Behandlung des Themas „Weiterführende Schulen“ (Programme/Besuche)

   -     Einzelberatung durch die Mitarbeiter des Arbeitsamts und Berufswahlkoor-
          dinatoren

   -     Einzelbetreuung/-beratung in Förderstunden durch die Berufswahlkoordina-
          toren im Berufsorientierungsbüro (z.B. Bewerbungsunterlagen)

   -     Computerkurs für Mädchen (Jugendgemeinschaftswerk)

   -     Vorstellungstraining/Bewerbungstraining  z. B. durch das

         Arbeitsamt

   -     aktive Unterstützung durch Vertreter der Soester Wirtschaft
 

 

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6.6 Schulsozialarbeit 

 Schulsozialarbeit ist ein Angebot für Schüler, Eltern und Lehrer. Durch Schulsozialarbeit werden Angebote und Methoden der Jugendhilfe an und im Umfeld der Schule realisiert.

Die Kooperation zwischen der Schulleitung, den Lehrkräften, den Eltern, Hilfe anbietenden Institutionen und dem Schulsozialarbeiter ist die wichtigste Grundlage, um Lösungswege gemeinsam mit den unmittelbar Betroffenen entwickeln zu können. Auf diese Weise werden Schulleitung, Lehrkräfte und Eltern entlastet und die Schule in ihrem Erziehungsauftrag gestärkt.

Die Probleme im Bereich der Schulsozialarbeit setzen sich aus Schwierigkeiten im außerschulischen sozialen Umfeld und speziellen Schulproblemen zusammen. In diesem Zusammenhang hat die Schulsozialarbeit an der PAULISCHULE einen aufsuchenden Charakter, z. B. als Hausbesuch bei familiären Konflikten und Krisen.

 

Arbeitsmethoden:

a) Soziale Gruppenarbeit

Gruppenarbeit zur Verbesserung persönlicher und sozialer Kompetenzen, sowie der Überwindung sozialer Benachteiligung und Beeinträchtigung. (Projekttage mit Klassen, Orientierungsstunde in Klasse 5)

 

b) Einzelfallhilfe und Beratungsangebot

Beratungs- und Unterstützungsangebot für Schüler, Eltern und Lehrer/innen in konkreten Bedarfssituationen. Aus krisenintervenierenden Maßnahmen entstehen formelle Beratungsprozesse.                                                                                                         

c) Elternarbeit

Die Elternarbeit ist ein zentrales Thema der Schulsozialarbeit. Das Elternhaus ist trotz möglicher Probleme, immer noch Lebensmittelpunkt der Schüler. Wenn der Erziehungsauftrag der Schule erfolgreich sein soll, ist die Zusammenarbeit zwischen Eltern und Schule von der Seite der Schulsozialarbeit zu unterstützen. Schulsozialarbeit tritt dabei als Mittler zwischen Eltern und Schule auf oder als direkter Ansprechpartner mit eigenen Zielen und eigenem Profil.

Elternarbeit erfolgt in Form von:

Hausbesuchen

  • Beratungsgesprächen
  • Unterstützung von themenbezogenen Elternabenden
  • Reflektierenden Gesprächen
  • Gesprächsangeboten im Rahmen von Elternsprechtagen

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 d) Schulsozialarbeit im Unterricht

Im Rahmen des sozialen Lernens, der Streitschlichtung oder weiterer Themen kann Schulsozialarbeit in Form eines regulären Unterrichts, ohne ausdrückliche Verpflichtung zur Notengebung, oder als Projektarbeit an einzelnen Tagen angeboten werden. Bei Bedarf, z. B. gruppendynamischen Prozessen in der Klasse, kann sie auch in Form von Hospitationen stattfinden. Konkrete Angebote werden bedarfsorientiert, unter Berücksichtigung der jeweiligen besonderen Bedingungen, abgesprochen.

 

f) Zusammenarbeit mit außerschulischen Institutionen

Schulsozialarbeit unterstützt Schule bei der Öffnung ins Gemeinwesen und ermöglicht den Kooperationspartnern den Zugang zur Schule und zu Schülergruppen. Das beinhaltet z. B. die Zusammenarbeit mit sozialen Diensten, wie Jugendamt, Jugendtreffs, außerschulischen Bildungseinrichtungen, Suchtberatung, Erziehungsberatung, Polizei und Kirchen.

6.7 Streitschlichtung

 Streitschlichter an der Pauli-Hauptschule werden von Herrn Klee, dem Schulsozialarbeiter, ausgebildet, um in den Jahrgangsstufen 5, 6 und 7 bei Streitigkeiten der SuS untereinander, im Bedarfsfall vermittelnd auftreten zu können. Ziel ist es den vorliegenden Streitfall mit dem Abschluss eines für beide Seiten akzeptablen, bindenden  Vertrages zu beenden. Streitschlichter können unsere SuS der Jahrgangsstufen 8 und 9 werden. Die Ausbildung umfasst den Zeitraum von einem Schulhalbjahr.

 Die Ausbildung zum Streitschlichter beinhaltet eine Auseinandersetzung mit Themen, die allgemein und im Besonderen soziale Kompetenzen vermittelt.

  • Aufbau eines eigenen Gruppen-, und Selbstverständnis der Streitschlichter, darin enthalten z. B. die Gestaltung eines Streitschlichterraumes

  •  Begrüßungsrituale

  • organisatorische Abläufe gestalten

  •  Regeln in den Mediationsprozess verankern, insbesondere in der Durchführung der eigentlichen Mediation (Ablauf der Mediation nach einem einstudierten Muster)

  • Empathie und Anwendung derselben einüben

  • reflektierende Gesprächsführung als Mittel den dargelegten Sachverhalt verstanden zu haben

  • reflektierende Gesprächsführung als Chance für die Streitparteien Missverständnisse im Streitfall und oder in der Mediation zu klären

  • Mittel und Wege der Überprüfung der getroffenen Vereinbarungen erarbeiten

 

Voraussetzung für eine erfolgreiche Umsetzung des Streitschlichterkonzeptes ist die Akzeptanz und Unterstützung der aktuell tätigen Streitschlichter durch das Lehrerkollegium. Wichtig ist es die Streitschlichter mit Aufgaben zu versorgen, also auf das eigene Eingreifen und Lösen von Streitigkeiten zu verzichten.

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6.8 Schülervertretung(SV)     

Die Schülervertretung (SV) besteht aus den Klassensprechern und Stellvertretern aller Jahrgangsstufen. Sie vertritt im Rahmen des Bildungs- und Erziehungsauftrags der Schule die Rechte der Schüler.

Mehrmals im Jahr trifft sich die Schülervertretung und bespricht Belange der Schülerschaft, beispielsweise eine aktive Pausengestaltung oder die Gestaltung eines Filmabends in der Schule.

Die SV wählt einen Schülersprecher und ein bis zwei Stellvertreter. Der Schülersprecher vertritt die Schüler der gesamten Schule und geht zum Beispiel zu außerschulischen Fortbildungen und Treffen mit Schülersprechern anderer Schulen. Des Weiteren vertritt dieser mit den Stellvertretern die Schülerschaft in der Schulkonferenz, in der ebenso viele Lehrer- und Elternvertreter anwesend sind. Dieses Schülergremium hat das gleiche Stimmrecht wie die Erwachsenen.

Einmal im Jahr wählen die Schülervertreter einen Verbindungslehrer. Dieser unterstützt die Schüler bei der Planung und Durchführung ihrer Aufgaben und steht ihnen beratend zur Seite. Darüber hinaus dient er als Vermittler zwischen Lehrern und Schülern. Außerdem werden von dem Vertrauenslehrer Fortbildungen für die Schülervertreter organisiert, beispielsweise um sich näher kennen zu lernen oder mit Konfliktsituationen besser umgehen zu können. Die Erkenntnisse aus den Fortbildungen und Sitzungen geben die Klassensprecher an ihre Klassen weiter.

 

6.9 Fachbereich Sport

 6.9.1 Sportunterricht

An der PAULISCHULE findet im Bereich Sport in jedem Jahr zu einem festen Zeitpunkt ein Hallenfußball-Turnier für Schulmannschaften um den Wanderpokal der Schule statt. Außerdem nimmt die Schule regelmäßig an dem Landessportfest der Schulen im Bereich Fußball teil. Bieten sich von Seiten der Schüler Voraussetzungen zur Teilnahme in anderen Disziplinen, so wird auch dies ermöglicht (Volleyball, Tischtennis, Handball, Badminton, Tennis u. a.).

Auf Wunsch der Schüler werden Klassenspiele zwischen den einzelnen Jahrgangsstufen in verschiedenen Sportarten um die Schulmeisterschaft bzw. Jahrgangsstufenmeisterschaft organisiert. Dies soll den Zusammenhalt, sowohl in den Klassen, als auch in den Jahrgangsstufen und in der gesamten Schulgemeinschaft stärken.

Ferner werden Sporttage - schwerpunktmäßig Leichtathletik und Geschicklichkeitsspiele - durchgeführt, dazu gehören Bundesjugendspiele und der Erwerb des Sportabzeichens.

Schwimmunterricht findet ab Klasse 5 statt. Die höheren Jahrgangsstufen haben einen Wahlpflichtkurs im neuen Schwimmbad der Stadt Soest (Aquafun). Für die Klassen 6 wird eine Arbeitsgemeinschaft Schwimmen angeboten.

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6.9.2 Sport – AG‘s

 In der Sport- AG haben die SuS die Möglichkeit Sportspiele/Bewegungsabläufe aus dem Unterricht nochmals zu festigen und gegebenenfalls zu üben.

Sie dürfen die Auswahl der Spiele selber bestimmen und organisieren die Mannschaftsbildung und den eventuellen Aufbau selber. Die Lehrperson greift nur bei auftretenden Schwierigkeiten ein, um den SuS die Möglichkeit zu geben, sich eigenverantwortlich zu organisieren.

Viel Wert wird auf Fairplay gelegt. Regelverstöße werden direkt besprochen und geklärt.

Kleine Sportspiele wie z.B. Völkerball, Zombieball und Brennball werden nach konventionellen und veränderten Spielregeln gespielt.

Spiele, wie Volleyball, Basketball und Fußball werden von den SuS aber auch immer wieder gerne gespielt.

Ziel der Sport-AG ist den Bewegungsdrang der Schülern Rechnung zu tragen bzw. ihnen den Spaß an sportlicher Bewegung näher zu bringen. 

Neben den Sport-AGs werden zurzeit im Nachmittagsunterricht zusätzlich eine Mädchen- und Jungen-Fußball-AG, sowie eine Schwimm-AG angeboten.

Beide Fußball-AG-Mannschaften nehmen regelmäßig erfolgreich an Fußballturnieren teil.

  

6.9.3 Fußball-AG-Mädchen

 Mit der Motivation des Vereins- und Schulwettbewerbs “Team 2011“ des Deutschen Fußball-Bundes (DF) wurde an der PAULISCHULE erstmals eine Fußball-AG für Mädchen gebildet.

Ab dem Schuljahr 2009/2010 trainieren Mädchen der fünften und sechsten Klassen einmal wöchentliche unter der Anleitung der Sportlehrerin Frau Müller, die im Jahr 2009 eine Lehrerfortbildung des DFB besuchte.

Angestrebt werden neben  den einzelnen Trainingseinheiten auch die Teilnahme an Turnieren, Spielen und dem Tag des Mädchenfußballs, der alljährlich vom Fußballkreis 29 Soest des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen ausgerichtet wird.

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7.0 Fachbereich Musik

 7.0.1 Schülerband

Die Schülerband der PAULISCHULE besteht seit 1991. Erste Auftritte hatte die Band auf Schulfesten der PAULISCHULE. Der regionale Radiosender „Hellwegradio“ ermöglichte es den Schülern, sich in einer Bürgerradiosendung einem breiteren Publikum vorzustellen.

Nach und nach wurden die technischen Möglichkeiten für die Band erweitert. Eine Gesangsanlage mit einem Achtkanal-Mischpult und Mikrofone wurden angeschafft. Durch die Einrichtung eines Fachraumes für Musik wurden weitere, verbesserte Bedingungen, für die Band geschaffen. Es folgten Auftritte der Band bei Stadtteil-, Straßen- und Stadtfesten in Soest. Mittlerweile gehört der Auftritt der Schülerband zum festen Bestandteil der Schulentlassfeier der PAULISCHULE.

Die Musiker der Schülerband wechseln ständig. Spätestens nach Beendigung ihrer Schulzeit verlassen sie die Gruppe. Der „Nachwuchs“ für die Band wird in Arbeitsgemeinschaften und Wahlpflichtgruppen vorbereitet. Hier erlernen die Schüler die Grundbegriffe des Instrumentalspiels in den Bereichen Gitarre, Keyboard und Schlagzeug. Interessierte Schüler können dann ihre im Unterricht erworbenen Kenntnisse in der Band anwenden.

Das Programm der Band umfasst ein weites Spektrum. Es reicht von Blues und Spirituals über Schlager der siebziger Jahre bis hin zu aktuellen Titeln aus den Charts. Die Musikstücke werden zum größten Teil von den Schülern selbst ausgewählt.

Förderung der eigenen Kreativität und Freude am gemeinsamen Musizieren sind Schwerpunkte der Arbeit in der Schülerband. Die Schüler erfahren durch aktives Handeln „Musik machen“ als eine Möglichkeit der sinnvollen Freizeitgestaltung, die Spaß macht. Die Notwendigkeit musiktheoretischer Kenntnisse und der Umgang mit elektroakustischen  Instrumenten  werden im wahrsten Sinne „spielerisch“ erkannt und erlernt.  

7.0.2 Wahlpflicht Musik

In diesem Wahlpflichtkurs werden den Jahreszeiten entsprechend Lieder einstudiert. Der Gesang der Schüler wird dabei begleitet.

Neben dem Gesang werden verschiedene Akkorde eingeübt, die mit der Gitarre und dem Keyboard durchgeführt werden. Die Schüler lernen auf diese Weise Noten- und Instrumentenkunde. Dieser Kurs hat jedes Jahr einen Auftritt auf dem Weihnachtsmarkt und trägt somit zum positiveren Erscheinungsbild in der Öffentlichkeit unserer Schule bei.

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7.1 Schulgottesdienste

 Seit Bestehen der PAULISCHULE ist der Schulgottesdienst ein fester Bestandteil des Schullebens. Der Gottesdienst wird als ökumenischer Schulgottesdienst, sowohl zu bestimmten Anlässen im Schulleben (Schulentlassung, Schuljahresende), als auch zu der besonders bedeutsamen Zeit im Kirchenjahr, der Adventszeit, am letzten Schultag vor den Weihnachtsferien gefeiert.

Alle Gottesdienste werden in Absprache mit den zuständigen Pfarrern der St. Bruno- und der Johannes-Kirchengemeinde von den Religionslehrern mit den Schülern im Unterricht erarbeitet und vorbereitet. Alle Schüler, auch diejenigen nicht-christlicher Konfessionen oder ohne Bekenntnis, sind zu den Gottesdiensten eingeladen, aber nicht zur Teilnahme verpflichtet.

Den Schulgottesdienst als festen Bestandteil unserer Schulkultur zu tradieren, soll Aufgabe im Rahmen des Schulprogramms sein. 

 

7.2 Stadtteilarbeit

Im Juli 1995 konstituierte sich die Stadtteilkonferenz „Soester Süden“, um alle im Stadtteil pädagogisch tätigen Einrichtungen, Interessensgruppen, soziale Dienste, Kirchen, Verbände, politische Parteien miteinander zu vernetzen. Mittels einer verstärkten Kooperation werden somit die Belange des Stadtteils aufgegriffen.

Das Plenum der Stadtteilkonferenz tagt vier- bis fünfmal im Jahr. Arbeitsgruppen treffen sich nach Absprache zu aktuellen Ereignissen und/oder Entwicklungen im Stadtteil. Angebote für Jugendliche (z.B. „Konstruktive Konfliktlösung“) und Informationsveranstaltungen für Erwachsene gehören zum festen Bestandteil der Stadtteilarbeit. v

Mitglieder der Stadtteilkonferenz:

Astrid-Lindgren-Schule, Bruno-Grundschule, Clarenbach-Schule, Hansa-Realschule, Johannes-Grundschule, PAULI-Hauptschule, Pestalozzischule, Städt. Gesamtschule, Evgl. Johannes-Kirchengemeinde, Kath. St. Bruno-Kirchengemeinde, AWO-Kindergarten "Bunte Welt", Bruno-Kindergarten, Kindergarten Sonnenkamp, Evgl. Kindertagesstätte Hamburger Str., Tageseinrichtung der Mellinschen Stiftung, Evgl. Kindergarten am Gotlandweg, AWO-Bewohnerzentrum, Polizei, Diakonisches Werk Soest, Evgl. Gemeindedienst, Bewährungshilfe, SEN, Gemeinschaft der Deutschen aus Russland, TSG Soest Süd, Vertreter der politischen Parteien, interessierte Bürger, Stadt Soest: Fachbereichsleitung, Jugendhilfeplaner, Vertreter des ASD, Kinder- und Jugendzentrum Treffpunkt Süd, Vertreter des Sozialamtes, Gleichstellungsbeauftragte.

Eine Vertretung der PAULISCHULE nimmt regelmäßig an den Konferenzen teil. Die Schule arbeitet mit den Einrichtungen im Stadtteil zusammen, besonders mit den Jugendtreffpunkten, den Kirchen und dem zuständigen Polizeibeamten. Als Schule im Stadtteil beteiligt sich die PAULISCHULE an gemeinsamen Aktionen, wie z.B. dem Stadtteilfest. Diese Kontakte schaffen Gesprächsmöglichkeiten und geben Hintergrundinformationen. Auf diese Weise werden Einblicke in das Umfeld und den Alltag der Schüler ermöglicht. 

Das 50-jährige Schuljubiläum fand in Verbindung mit dem Stadtteilfest 2003 auf dem Gelände der PAULISCHULE statt.

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7.3 Teilnahme am Lions-Quest-Programm

Im Jahr 1999 wurden erste Kontakt zu einem Vertreter des Lions-Clubs geknüpft. Das Lions-Quest-Programm beinhaltet Unterrichtsmaterialien zum Thema „Erwachsen werden“ mit dem Ziel, die Persönlichkeitsentwicklung von Kindern und Jugendlichen positiv zu beeinflussen. Es dient somit auch der Suchtprävention, weil es das Selbstvertrauen, die Eigenverantwortung, die Kreativität und die Hilfsbereitschaft Jugendlicher stärken will.

In einem dreitägigen Wochenendseminar sind inzwischen mehrere Lehrer unter qualifizierter Anleitung für die Arbeit mit diesem Programm ausgebildet worden. Geplant ist diese Seminarteilnahme jährlich für weitere Mitglieder des Kollegiums, da der Einsatz der Unterrichtsmaterialien einer Vorbereitung durch dieses Seminar bedarf. Das Material ist sehr vielseitig. Zu jedem Themenkomplex werden Alternativen angeboten. Deshalb ist es möglich, dieses Programm in jeder Jahrgangsstufe und in etlichen Fächern zu nutzen.

Bisher wurden aus diesem Programm beispielsweise folgende Themen eingesetzt und von Schülern und Lehrern mit Interesse engagiert behandelt: 

   -     Religion (Klasse 5): „Sich kennen lernen, miteinander vertraut werden“

   -     Geschichte/ Politik ( Klasse 8/9): „Sich wohl fühlen in der Klassengemeinschaft:
         Verhaltensregeln aufstellen“

   -     Wirtschaftslehre (Klasse 8) im Rahmen der berufsorientierenden Maßnahmen: „Selbstvertrauen
         gewinnen“

   -     Praktikumsvorbereitung (Klasse 9): „Verantwortung übernehmen, Entscheidungen treffen“

   -     Religion (Klasse 10) zum Thema Drogenproblematik: „Versuchungen begegnen, Entscheidungen
         treffen“

   -     Ethik (Klasse 10): „Werte erkennen, Vorbilder sehen,
          Ziele anstreben“  

 

7.4 Projekttage/Projektwochen 

An der PAULISCHULE werden in unregelmäßigen Abständen Projekttage bzw. –wochen durchgeführt. Hier bestimmen die Schüler Inhalte, Ziele und Arbeitsschritte weitgehend selbst.

In der Regel wählt sich jeder Schüler eine Projektgruppe, die seinen Interessen entspricht. Hier stellt er „konkrete Produkte“ her, die auf seiner Erfahrung von Wirklichkeit basieren. Anschließend werden die Produkte der Öffentlichkeit vorgestellt.  Daneben gibt es auch die Möglichkeit, nicht "produktorientierte" Projekte durchzuführen, z.B. die fest im Schulprogramm verankerten Gesundheits- und Fitnesstage.

 

7.5 Verkehrs- und Mobilitätserziehung (Mofakurs)

Der Verkehrserziehungskurs, für den extra Roller vom Förderverein angeschafft worden sind, wird alljährlich für Schüler des 8. bzw. 9. Schuljahres entweder im Rahmen des Wahlpflichtunterrichts oder als freiwillige Arbeitsgemeinschaft angeboten.

Die Jugendlichen, die kurz vor der Vollendung ihres 15. Lebensjahres stehen, haben hier die Möglichkeit, in Theorie und Praxis über die Dauer eines ganzen Schuljahres bzw. eines Schulhalbjahres die Kenntnisse und Fertigkeiten zu erwerben, die Voraussetzung für das verantwortungsbewusste Fahren eines Motorfahrzeuges im öffentlichen Straßenverkehr sind. Darüber hinaus sollen sie zu rücksichtsvollen und umsichtigen Verkehrsteilnehmern gemacht werden. 

Die fahrpraktische Ausbildung erfolgt auf dem Schulhof unserer Schule. Er soll Sicherheit im Umgang mit einem der Fahrerlaubnisklasse M zugehörigen Roller vermitteln. Verkehrsgerechtes Verhalten ist ebenfalls ein fester Bestandteil des Kurses. Im theoretischen Teil werden Grundlagen der StVO und Vorbereitungen zur Teilnahme am Straßenverkehr geschaffen. Aufgrund der gestiegenen Unfallzahlen motorisierter Zweiräder bis 50 ccm ist dieser Kurs auch als aktive Unfallprävention zu werten. 

Im Mofakurs werden die Schüler in praktischen und theoretischen Einheiten gemäß § 5 Abs. 3 Fahrerlaubnis-Verordnung ausgebildet mit dem Ziel die Mofa Prüfbescheinigung zu erlangen. 

Der Kurs schließt mit einer praktischen und einer theoretischen Lernzielkontrolle ab. Hat der Schüler beide erfolgreich bestanden, so darf er an der Prüfung zum Erwerb der Mofa-Prüfbescheinigung teilnehmen, die vom TÜV abgenommen wird. Hat er auch diese erfolgreich absolviert, so erhält er mit Vollendung des 15. Lebensjahres die offizielle Fahrerlaubnis.

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7.6 “Rund ums Fahrrad“

In der Klasse 7 wird als AG der Kurs “Rund ums Fahrrad“ von einem Kfz-Sachverständigen angeboten. In diesem Kurs lernen SuS die Benennung der Baugruppen und Fahrradkomponenten, Werkzeugkunde, Verstehen der Wirkungsweise der unterschiedlichen Anbauteile, Instandsetzung und Pflege des Fahrrades. Darüber hinaus werden verschiedene Fahrübungen und Geschicklichkeitswettbewerbe auf dem Schulhof durchgeführt. Anschließend gibt es das Verkehrssicherheitstraining und Übungen zur Gefahreneinschätzung.

 

7.7 “Kfz-Mechanik und Technik“

In der Jahrgangstufe 8 wird in diesem Kurs Werkzeugkunde und der Gebrauch des Werkzeuges thematisiert. Darüber hinaus werden alte Mofas und Kleinkrafträder demontiert und wieder hergestellt. Die SuS sollen die Zusammenhänge der Fahrzeugmechanik, die Funktionsweise eines 2-Takt-Motors, den Primär- und Sekundärantrieb und die verschiedenen Bedienelemente kennen lernen. Zusätzlich werden Einstellarbeiten durchgenommen.

Für die Jahrgangsstufen 9 und 10 wird ein Erweiterungskurs durchgeführt. Hier werden einerseits die Grundkenntnisse aus der Klasse 8 vertieft und andererseits neue Inhalte eingeführt. Hierzu zählen: Wirkungsweise eines Triebwerks vom Kraftstofftank bis zum Hinterrad, physikalische Grundlagen zur Funktionsweise eines Motors, Instandsetzung/Austausch/Umbau von Fahrzeugteilen. Darüber hinaus lernen die SuS physikalisch-technische Zusammenhänge und bearbeiten Aufgaben aus der Mathematik und Physik zur aktuellen Thematik. 

 

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7.8 Sonstige

 Erste-Hilfe-Kurs

Die PAULISCHULE bemüht sich, alljährlich für die Schüler der 9. Schuljahre Erste-Hilfe-Kurse anzubieten. In einem Lehrgang erlernen die Schüler die „Sofortmaßnahmen am Unfallort“. Ausbilder der verschiedenen karitativen Hilfsorganisationen bzw. des Sanitätsdienstes der Bundeswehr erteilen diesen Unterricht. Die Bescheinigung hierüber gilt auch, wenn später der Führerschein erworben wird. 

 

Gesundheitserziehung

Auf die Schuljahre verteilt werden Projekte zu folgenden Themen verbindlich durchgeführt:

   -     gesundes Frühstück

   -     Bewegung und Fitness

   -     gesundheitliche Vorbeugung
         (Impfschutzberatung, Zahnkontrolle und Sehtest)

   -     Ausbildung von Schulsanitätern

Aktive Pausengestaltung und gesunde Brötchen jeden Freitag verstärken die Gesundheitserziehung.

 

Schülerwettbewerbe

Einzelne Schüler oder auch Schülergruppen beteiligen sich, meist erfolgreich, an den verschiedensten Wettbewerben, die z.B. von Bund oder Land, Berufsverbänden, Banken und Sparkassen, Versicherungsgruppen, anderen Wirtschaftsunternehmen oder Sportverbänden ausgeschrieben werden. Die Themenbereiche reichen dabei von der Gesellschafts- und Wirtschaftslehre, Naturwissenschaften, neuen Medien bis hin zu Kunst und Musik, wo besonders die Kreativität der Schüler in den Vordergrund tritt. 

Letztes Schuljahr erreichte die PAULISCHULE den 2. Platz beim Schulwettbewerb “Gedankenblitz“. Bei diesem Projekt bearbeitete eine Schülergruppe verschiedene Aufgaben aus dem Bereich Mathe, Physik und Chemie und musste diese praktisch umsetzen.

 

Ein weiteres, sehr erfolgreiches Konzept, war letztes Schuljahr das “Modellhaus“. Hierbei wurde ein Haus von der Jahrgangsstufe 10 entwickelt, das den Energieverbrauch und entsprechende Einsparungsmöglichkeiten aufzeigt. Die Wohnräume des Modellhauses sind mit verschiedenen Beleuchtungen ausgestattet, um das unterschiedliche Energiesparpotenzial aufzuzeigen. Im Kleinen anzufangen bedeutet für die SuS nicht nur die Möglichkeit selber aktiv Lebenswirklichkeiten mit zu gestalten, sondern es verfeinert die Wahrnehmung auf das eigene häusliche Umfeld. Das Konzept ist in verschiedene Sprachen übersetzt. Damir wird der Tatsache Rechnung getragen, dass auch die Familien mit Migrationshintergrund alle Informationen erhalten und sich mit der Thematik identifizieren können. 

 

 Wandertage, Klassenfahrten 

In unregelmäßigen Abständen oder zu gegebenen Anlässen unternehmen die Klassen bzw. Lerngruppen der PAULISCHULE ein- oder mehrtägige Klassenfahrten und Wanderungen. Das Ziel solcher Unternehmungen liegt zum einen in der Stärkung der Klassengemeinschaft und der Persönlichkeit einzelner Schüler, zum anderen in der Erweiterung der Erfahrungen und Kenntnisse des einzelnen. Sie erfüllen nur dann ihren Sinn, wenn möglichst die gesamte Klasse daran teilnimmt. 

 

Schulhomepage (www.paulischule.de)

Seit dem 50-jährigen Schuljubiläum präsentiert sich die PAULISCHULE mit einer eigenen Schulhomepage.

Hier finden sich wichtige  Informationen über die PAULISCHULE, u.a. eine Schulchronik der mehr als fünfzigjährigen Geschichte der PAULISCHULE, ein virtueller Rundgang, die Präsentation verschiedener Schülerarbeiten, schulbezogene Presseartikel und insbesondere aktuelle Nachrichten und wichtige Termine des jeweiligen Schuljahres

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8. Zukunftsperspektiven

 Die Arbeit am Schulprogramm ist ein wesentlicher Bestandteil im Schulentwicklungsprozess, mit dem die Schule bewusst, sowohl Tradition und Erneuerung, als auch Kontinuität  und Flexibilität anstrebt.

 Die Steuergruppe „Schulprogramm“ wird auch in Zukunft regelmäßig aktiv werden, indem sie Aspekte des Schullebens in Zusammenarbeit mit der Lehrerkonferenz und allen weiteren Beteiligten auf die getroffenen Abmachungen hin untersucht.

 Die Teambildung in den einzelnen Jahrgangsstufen wird einen Schwerpunkt bei der Unterrichtsorganisation der PAULISCHULE bilden. Jahrgangsstufenkonferenzen werden über das Schuljahr in sinnvollen Abständen verteilt durchgeführt.

 Da Berufsorientierung für die Schüler der Sekundarstufe I einen zentralen Teil der Ausbildung ausmacht, wird der Lehrplan für die Jahrgänge 5 bis 7 zu den „Berufsorientierenden Maßnahmen“ erweitert. Frühzeitig sollten in diesem Bereich grundlegende Fähigkeiten und Fertigkeiten vermittelt werden, so dass eine bewusste Lebens- und Zukunftsplanung ermöglicht wird.

 In Zukunft werden besondere Tage(Feste/Feiern/Wettkämpfe/Vorstellungen/ Darbietungen) im Schulleben verankert. Näheres regelt die Lehrer- und die Schulkonferenz. Dazu zählt auch die Mitarbeit jeder Klasse an einem von Schülern und Lehrern festgelegten Leitmotiv, das einmal im Schuljahr für einen begrenzten Zeitraum den Schulalltag mitbestimmt.

Dazu zählen:

   -     Die Aktion "Schüler helfen Schülern"

   -     Gesundheits- und Fitnessprojekte

   -     Bundesjugendspiele

   -     Dichterlesungen

   -     Flohmarkt

   -     jahreszeitliche Angebote wie die morgendliche Adventsrunde für die

         einzelnen Klassen

 Das Bild der PAULISCHULE in der Öffentlichkeit kann nur durch die tätige Unterstützung aller Beteiligten positiv dargestellt werden. Ein angemessenes Verhalten der Schüler auch außerhalb der Schule trägt dazu bei. Die Lehrer unterstützen dieses Bemühen durch ihre engagierte pädagogische Arbeit. Die Schüler müssen die Gelegenheit erhalten und diese auch wahrnehmen, die Schule als wichtigen Teil ihrer beruflichen und persönlichen Entwicklung anzunehmen. Hierbei leisten Eltern durch ihr Interesse an der Förderung ihrer Kinder wertvolle Hilfe.

 Die Zusammenarbeit mit den Grundschulen - vor allem im Stadtteil Soest-Süd - wird intensiviert und zum festen Bestandteil der Arbeit in den Jahrgangsstufen 5 und 6. Bei der Bildung von Eingangsklassen sollen Rücksprachen auch hinsichtlich der Methoden und Inhalte mit den abgebenden Grundschulen erfolgen.

 Zu den unmittelbaren Nachbarn pflegt die Schule Kontakte, die ein verständnisvolles Verhältnis auf beiden Seiten ermöglichen und unterstützen.

 In der Presse werden Aktionen und Aktivitäten der Schule einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt.  

Im Schuljahr 2012/2013 werden alle Jahrgangsstufen der PAULI-HAUPTSCHULE der Ganztagsschule angehören. Durch die sukzessive Einführung werden nun die letzten beiden Jahrgangsstufen dazu gehören.

   
 

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©   Paulischule Soest 2011/2012